Alles ist abgesprochen, und nun kann ich mal wieder meine Kiepe packen.
Am Sonnabend, an dem Nachmittag vor dem ersten Advent, werde ich mit Kiepe, Spinnrad, Karden, Wolle und den Filznadeln zum Weihnachtsnachmittag in das benachbarte Kreativzentrum in Leipzig-Grünau gehen. Diesmal werde ich sogar meine Mittelalterklamotte anziehen. Schließlich ist Märchenzeit. Ich freue mich schon sehr und hoffe, dass wir viel zu tun haben werden, dass es aber auch lustig wird und viel gelacht werden kann.
Gespannt bin ich schon wie ein Flitzebogen, ob die Schafwolle auch diesmal wieder alle in ihren Bann zieht. Ich werde erzählen von der Leipziger Großstadtschäferin Kerstin Doppelstein und ihren Schafen. Von dort kommt die Wolle, aus der wir einen Faden spinnen wollen. Nur zum Märchen erzählen werde ich kaum kommen, denn es werden viele Gäste erwartet. Es ist schon der 20. Weihnachtsnachmittag in der Geschichte des Kreativzentrums.
Witzig finde ich, dass ich bei dem Begründer der Kreativschulen e.V. Sachsen, die der Träger des Zentrums ist, anno dunnemals Pädagogikprüfung hatte. Professor Mehlhorn war damals mein Lehrer an der Uni Leipzig. Manchmal schließt sich ein Kreis auch mal wieder.
Bei mir zu Hause erinnert im Moment noch gar nichts an Weihnachten. Ich bin wohl eher ein Weihnachtsmuffel. Licht brauche ich, und Kerzen. Dann bin ich schon zufrieden.
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